Callouts für Einsteiger

Technische Dokumentation, das heißt meistens: Viele Bilder. Denn immer wieder muss man zeigen, welches Produktbestandteil sich wo befindet und an welcher Stelle wie Hand anzulegen ist. Anders als bei vielen anderen Texten (z. B. im Marketing) brauchen die Abbildungen in der Technischen Dokumentation deshalb meist eine oder mehrere Beschriftungen (manchmal auch scherzhaft „Beigelung“ genannt, weil die Grafiken mit den vielen Führungslinien oft stachelig wie ein Igel aussehen). Allerdings können diese Beschriftungen im Redaktionsalltag eine ganze Menge Ärger verursachen. Wer sich diesen Ärger sparen möchte, nutzt deshalb am besten Callout-Grafiken.

Mit dem Callout Designer

bietet SCHEMA ST4 schon seit vielen Jahren ein Werkzeug, das die Beschriftung von Grafiken immens vereinfacht. Sehen wir uns einmal näher an welche grundlegenden Vorgehensweisen er bietet, damit Grafik und Erklärung besser zusammenkommen.

Callouts mit Beschriftungen

Im Wesentlichen gibt es drei Verfahren, um mit dem Callout Designer Grafiken zu beschriften: durch Beschriftungen, mit Textfeldern oder mit Variablen. Jedes dieser Verfahren hat seine eigenen Vorteile. Wichtig ist aber bei allen Arbeiten im Callout-Designer, dass sie in einem definierten Sprachkontext (z. B. „Deutsch“) vorgenommen werden.

Mit der Option „Beschriftungen“ fügen Sie Felder mit fortlaufenden Nummerierungen in die Grafik ein. Die Felder lassen sich frei positionieren und mit Führungslinien versehen. Im Eigenschaftendialog „Text“ ordnen Sie der jeweiligen Beschriftungsnummer dann einen beschreibenden Text zu, z. B. „Zylinder“. Der Clou bei der Arbeit mit Beschriftungen zeigt sich dann, wenn man eine Callout-Grafik in einen Knoten einfügt. SCHEMA ST4 erzeugt dann ab der Version 2020 automatisch eine Legendentabelle, die sämtliche Positionsnummern und die dazugehörigen Texte auflistet.

Callouts mit Textfeldern

Natürlich lassen sich auch Grafiken bebildern, indem man den beschreibenden Text gleich in das Bild integriert. Das empfiehlt sich besonders dann, wenn nur wenige Teile des Bildes zu beschriften sind. Im Callout-Designervon SCHEMA ST4 verwenden Sie dazu die Textfelder.

Allerdings muss man bei diesem Verfahren ein wenig vorsichtig sein. Verschiedene Sprachen haben unterschiedliche Lauflängen und so kann es bei der Übersetzung unbemerkt dazu kommen, dass Inhalt aus dem Textfeld und dem Bild „herausläuft“ und dadurch Informationen verloren gehen. Um das zu verhindern gibt es diverse Einstellmöglichkeiten für die Textfelder. Damit legen Sie zum Beispiel fest, in welche Richtung sich die Box erweitert oder in welcher Größe und Schriftart der Text sprachabhängig dargestellt wird.

Callouts mit Variablen

Eine letzte Vorgehensweise für die Beschriftung ist die Verwendung von Variablen. Der Vorteil besteht darin, dass sie sämtliche Informationen zu einer Grafik, bzw. einem Knoten halten können und diese bequem übersetzen (lassen). Jedes Variablenfeld verknüpft sich mit einem Variablenwert aus dem Variablenknoten. Alle bereits übersetzten Inhalte liegen dann auch bereits automatisch für die Sprachvarianten der Callout-Grafik vor.

Egal, welcher Weg für Sie der Beste ist: Mit Callout-Grafiken sparen Sie Zeit, Aufwand und Übersetzungskosten. Denn die Beschriftungen der Callout-Grafiken lassen sich immer als Text übersetzen. Bestehende Übersetzungen können beliebig wiederverwendet werden. Dadurch müssen

Sie bei Ihren Übersetzungsaufträgen keine teure Grafikübersetzung beauftragen. 1 – 2 – Callout, so spart man sich Ärger mit Grafiken.